BWWL in der Bundesliga

Gerhard Kentschke

Von 1963 bis 1966 bestritt er für den Karlsruher SC 50 Bundesligaspiele und erzielte dabei 10 Tore. Während dieser Zeit bestritt er 1964 auch seinen einzigen Einsatz in der

"U23 Junioren-Nationalmannschaft". Seine erfolgreichsten Jahre erlebte er anschließend beim 1. FC Kaiserslautern, für den er zwischen 1966 und 1970 unsgesamt 120 Bundesliga-Spiele bestritt und 24 Tore schoss. Seine letzte Bundesliga-Station war dann der MSV Duisburg, für den er zwischen 1970 und 1972 52 Bundesliga-Spiele (5 Tore) absolvierte. 

Aber auch er war in den Bundesliga-Skandal verwickelt und wurde ab dem 8. April 1972 zu einer Sperre von 10 Jahren und 2.500 Mark Geldbuße verurteilt, aber schon am 01. August 1973 begandigt. 

Vom 23. November 1981 bis zum 30. Juni 1982 war er Trainer der Bundesligamannschaft von Bayer 04 Leverkusen. 

                                               Frank Riethmann

Der Meisterspieler Frank Riethmann spielte bis zur C-Jugend bei BWW und wechselte 1990 ohne jede weitere Station zum Bundesligisten Borussia Dortmund. Dort konnte er zahlreiche Erfolge feiern: 

 

1996 Deutscher Meister

1997 Champions League Sieger

1997 Weltpokal Sieger

 

Die beiden internationalen Titel konnte er mit dem ehemaligen Langenbochumer Christian Timm feiern, der zeitgleich mit ihm bei der Borussia spielte. 

Leider hielt die Erfolgsserie für Frank Riethmann nicht mehr lange an, da er seine sportliche Karriere durch eine schwere Verletzung am Knie im Jahr 2001 beenden musste. 

Christian Timm

Der Stürmer bestritt in der Saison 1996/97 sein erstes Bundesligaspiel für Borussia Dortmund. Bis Timm im Sommer 1999 an den 1. FC Köln in die 2. Bundesliga ausgeliehen wurde, bestritt er insgesamt 15 Partien in der 1. Bundesliga. In Köln wurde er auf Anhieb zum Stammspieler und galt zu diesem Zeitpunkt als eine große Hoffnung für die deutsche Fussballnationalmannschaft. Zwischen 1999 und 2003 absolvierte er 11 Spiele für die U21 Nationalmannschaft und das Team 2006 und erzielte dabei 4 Tore. Weitere Stationen von 2002-2012 waren der 1. FC Kaisernlautern, Spvgg. Greuther Fürth und der Karlsruher SC. Dabei gelangen ihm 72 Tore in der 1.+2. Bundesliga. 

                                               Michael Ratajczak

Nach seiner Jugendzeit bei BWW führte gegann seine Karriere bei FC Schalke 04 und wechselte später zu Borussia Dortmund. Unter Reserve-Trainer Horst Köppel bestritt er 2001 seine ersten Spiele in der Oberliga Westfalen. Für die zweite Mannschaft des BVB absolvierte er in der Saison 2002/03 zudem 18 Spiele in der Regionalliga. 2003 wechselte er zum Zweitligisten LR Ahlen, für den er in zwei Spielzeiten sieben Spiele bestritt. Danach führte ihn sein Weg zurück in die Regionalliga zu Rot-Weiß Erfurt, wo er in zwei Jahren auf 29 Einsätze kam.

Ab der Saison 2007/08 ist er bei Fortuna Düsseldorf unter Vertrag. Dort konnte er sich zunächst nicht als Nummer eins durchsetzen und bestritt nur sechs Spiele am Ende der Regionalligasaison 2007/08, da Michael Melka einen Bandscheibenvorfall erlitt. Am ersten Spieltag der Saison 2009/10 konnte Ratajczak erneut von einer Verletzung Melkas profitieren und war in der kompletten Spielzeit die Nummer eins, auch nachdem Melka wieder zurückgekehrt war. In der darauf folgenden Spielzeit wurde Ratajczak nach vier Niederlagen in den ersten vier Spielen wieder gegen seinen Konkurrenten Melka ausgetauscht. Als dieser jedoch im Februar 2011 wieder verletzt ausfiel, durfte er erneut für den Rest der Saison ins Tor. Auch in der Hinrunde der Saison 2011/12 war er Stammtorwart, ehe er diesen Mitte der Rückrunde an Robert Almer verlor. In den letzten drei Spielen der Saison kam er jedoch wieder zum Einsatz. Auch in der Relegation, gegen Hertha BSC, spielte Ratajczak. Dank seiner Leistungen stieg Fortuna Düsseldorf am Ende in die Bundesliga auf. Nach der Verpflichtung des Torhüters Fabian Giefer wurde sein Vertrag in Düsseldorf allerdings anschließend nicht verlängert.

Zur Saison 2012/13 hatte Ratajczak ein Angebot, nach Griechenland zu Asteras Tripolis zu wechseln, entschied sich jedoch dagegen. Aktuell steht Ratajczak als Stammtorwart beim MSV Duisburg zwischen den Pfosten.

 

Benedikt Höwedes

Über BWWL kam er 2001 zum FC Schalke 04. Hier wurde er 2005 zum Kapitän der U-19-Mannschaft, mit der er 2006 unter Trainer Norbert Elgert Deutscher A-Jugend-Meister wurde. Im Januar 2007 unterzeichnete er einen Lizenzspielervertrag bis 2010 und gehörte zur Saison 2007/08 zum Erstligakader. Bis Oktober 2007 wurde er jedoch nur in der Oberliga-Mannschaft der „Knappen“ eingesetzt.

Seinen ersten Einsatz als Profi hatte er am 3. Oktober 2007 in der Champions League, ohne zuvor in der Bundesliga gespielt zu haben. Gegen Rosenborg Trondheim war er aufgrund einer Verletzung von Christian Pander in die Schalker Startelf gerückt. Drei Tage später gab er gegen den Karlsruher SC sein Bundesligadebüt, sein erstes Tor erzielte er am 8. Spieltag der Saison 2008/09 zum 1:1-Endstand in einem Auswärtsspiel beim Hamburger SV. Im Dezember 2008 verlängerten der FC Schalke 04 und Höwedes ihren Vertrag bis 2014. Seit der Rückrunde der Saison 2008/09 ist er Stammspieler, meist wird er in der Innenverteidigung eingesetzt. Aufgrund von Verletzungen anderer Spieler wird er aber auch hin und wieder auf den Außenverteidigungspositionen aufgestellt. Mit Schalke 04 erreichte er in der Saison 2010/11 nach Siegen gegen den FC Valencia und Titelverteidiger Inter Mailand das Halbfinale der Champions League – er erzielte im Viertelfinalrückspiel gegen Inter Mailand den 2:1-Siegtreffer – und gewann zudem auch den DFB-Pokal. In der Folgesaison spielte er in 22 Spielen, in denen er ein Tor erzielte.

Seit Beginn der Saison 2011/12 ist Höwedes Mannschaftskapitän des FC Schalke 04.

 

Für Deutschland spielte er in den U-18- und U-19-Nationalmannschaften. Er gehörte bei der U-19-Fußball-Europameisterschaft 2007 zum deutschen Kader und kam in allen Spielen zum Einsatz. Am 5. September 2007 machte er sein erstes Spiel in der U-20.

Im September 2007 erhielt er als bester Spieler der Saison 2006/07 seines Jahrgangs die Fritz-Walter-Medaille in Gold des DFB.

Höwedes spielte von 2007 bis 2010 für die U-21 Nationalmannschaft. Mit dieser qualifizierte er sich für die Relegationsspiele zur U-21-Fußball-Europameisterschaft 2009. Dabei traf das deutsche Team auf Frankreichs U-21. Nachdem das Hinspiel 1:1 geedet hatte, erzielte Höwedes in der Nachspielzeit des Rückspiels den 1:0-Siegtreffer und löste somit das Ticket für die U-21-Europameisterschaft 2009 in Schweden, bei der das Team unter Bundestrainer Horst Hrubesch mit Stammspieler Höwedes Europameister wurde. Beim Turnier erzielte Höwedes beim 2:0 gegen Finnland das erste Turniertor der deutschen Mannschaft.

Nach Absagen von Sven Bender und Bastian Schweinsteiger berief ihn Bundestrainer Joachim Löw für die Länderspiele im Mai und Juni 2011 gegen Uruguay, Österreich und Aserbaidschan erstmals in die A-Nationalmannschaft. Zu seinem ersten Einsatz kam er am 29. Mai gegen Uruguay, als er in der 66. Minute für Philipp Lahm eingewechselt wurde. Seitdem steht er regelmäßig im Kader der Nationalmannschaft, so auch bei der EM 2012, bei der er allerdings zu keinem Einsatz kam. Am 15. August 2012 erzielte Höwedes bei der 1:3-Niederlage im Testspiel in Frankfurt gegen Argentinien mit einem Flugkopfball sein erstes Länderspieltor, und war nach der Auswechslung von Sami Khedira mit 24 Jahren ältester Feldspieler.